Die Wissenschaftswoche der 11. Jahrgangsstufe (2026)

FREIHEIT – ein hohes Gut: unablässig, zeitlos, jederzeit wichtig und somit Rahmenthema der diesjährigen Wissenschaftswoche am RTG.

Schon im Herbst und somit weit im Vorfeld zur eigentlichen Arbeitsphase gaben Fachlehrkräfte Anregungen und Themenvorschläge und besprachen sie mit den Schülern, um ihnen die letztendliche Themenwahl zur diesjährigen Wissenschaftswoche zu erleichtern. Die eigentliche Schülerwahl nach Interessensgebieten fand im Januar digital statt und die Schülerinnen und Schüler wurden daraufhin in kleine Arbeitsgruppen zu je vier Personen eingeteilt.

Die Wissenschaftswoche begann für alle 11. Klassen am Montag, 09.02.2026 um 8.00 Uhr in der Aula mit einer Begrüßung durch Frau Dürrschmidt und einer organisatorischen Einführung zum Ablauf und zur wissenschaftlichen Arbeitsweise. Hierbei erklärte sie die neue Präsentationsart „Pitch“ (=ein wissenschaftlicher, digitaler Kürzestvortrag wie er heute an Universitäten und in der Wirtschaft üblich ist) genau, welcher am Ende der Woche als kurzes und verbindliches Modul von jeder Gruppe zu präsentieren war, um einen Einblick in den Ablauf der Wochenarbeit und deren Relevanz zu erhalten.

Nach dieser theoretischen Einführung ging es dann in die Arbeitsphase, wobei zunächst ein digitaler Kurs in der mebis-Lernplattform über die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens von jeder Gruppe absolviert werden musste. Im Anschluss recherchierten die einzelnen Gruppen am ersten Tag fleißig zu den Inputs der Lehrkräfte und spezialisierten sich auf weitere unterschiedliche Arbeitsergebnisse, z.B. das Anfertigen eines Kahoots oder Podcasts. Die jeweiligen Lehrkräfte der einzelnen Gruppen standen in diesen Tagen als Inputgeber, Ansprechpartner, Gruppenmotivator, Erklärer, Helfer und Koordinator zur Verfügung.

Am letzten Tag der arbeitsreichen Woche mit viel Recherche, Überlegungen und Teamarbeit fanden die Abschlusspräsentationen vor der gesamten 10. Jahrgangsstufe, Lehrern und weiteren Interessierten der Schulfamilie in der Aula statt. Jede Gruppe stellte dabei ihr Thema anhand eines Pitches und eines informativ gestalteten Plakats vor, welches auf Stellwänden in der Aula präsentiert wurde. Insgesamt waren die Vorträge überaus kurzweilig und interessant. Anschließend konnte die gesamte Schulfamilie in einer Art Dauerausstellung noch für zwei weitere Schulwochen die Produkte der einzelnen Gruppen in der Aula begutachten. Dabei gab es (u.a. über QR-Codes sichtbar) Interviews, selbst erstellte Videos, Kahoots, Podcasts, einen Zeitstrahl und einen im Schulhaus gestalteten Schaukasten zu betrachten und zu bewundern.

Folgende Themen wurden angeboten und intensiv bearbeitet:

• Latein: Freiheit in der lateinischen Literatur – Scenecas Sklavenbrief

• Deutsch: Frei oder fremdgesteuert? Wie Algorithmen unser Denken beeinflussen

• Englisch: Freedom in History and Society – Eine Chronologie

• Englisch: Freedom in History and Society – Malcolm X und Martin Luther King

• Physik: Der Hyperloop - Bewegung frei von Reibung?

• Mathematik: Wurzeln der Freiheit! Vom Mut, die Wurzel aus -1 zu ziehen - „Mandelbrot- Mengen“

• Politik und Gesellschaft: Wie frei sind die Menschen weltweit? – Ein Ländervergleich: China/USA

• Politik und Gesellschaft: Wie frei sind die Menschen weltweit? – Ein Ländervergleich: Deutschland/Iran

• Sport: Freiheit im Outdoor-Sport: Natur erleben - Risiko verstehen

• Sport: Freiheit im Outdoor-Sport: Natur erleben - Risiko verstehen

• Wirtschaft: Wirtschaftliche Freiheit vs. staatliche Regulierung

• Ethik: Sich frei entscheiden - geht das überhaupt? (z. B. Sterbehilfe)

• Chemie: Frei von Mikroplastik im Alltag - Schaukastenausstellung

• Chemie: Frei von Mikroplastik im Alltag - Schaukastenausstellung

• Informatik: Wenn generative KI aus ihrer Konsole ausbricht und freien Zugriff auf Anwendungen erhält

• Deutsch: Kunst- und Meinungsfreiheit in der Praxis

Die neue Präsentationsform kam insgesamt sehr gut beim Publikum an, war vielfältig, interessant und sehr kurzweilig. Es zeigte sich erneut, zu welchen Leistungen Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, wenn sie eigenständig an Themen, die sie herausfordern und Neues entdecken lassen, über einen längeren Zeitraum arbeiten können.

Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler sowie der betreuenden Lehrkräfte der Wissenschaftswoche waren nach einem digitalen, ausführlichen Feedback im allgemeinen sehr positiv. Natürlich gab es auch die ein oder andere kritische Stimme, doch insgesamt war man sich einig, dass die Wissenschaftswoche sehr gewinnbringend war. Es gab sogar Schülerstimmen, die so etwas gerne öfter in ihren Alltag integrieren würden, da das freie Arbeiten und die hohe Selbstverantwortung als sehr positiv wahrgenommen wurden.

Und um den Bogen zu schließen, „Freiheit“, das hohe Gut, ist jederzeit wichtig, zeitlos und unablässig - darüber waren sich alle einig.

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