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Worum geht es in diesem Jahr?

Es ist wieder soweit! Nach dem UNESCO-Projekttag im Jahr 2020, „nur“ auf digitaler Ebene stattfinden konnte, dürfen wir am RTG in diesem Jahr wieder so richtig loslegen! Die Schülerinnen und Schüler können heuer dem Leitthema „Transformation“ auf verschiedenen Ebenen aktiv und gemeinsam begegnen.

Das P-Seminar „UNESCO-Projekttag“ der Q11, das sich diesen bunten Strauß an Projektideen überlegt hat und die Projektangebote für die verschiedenen Jahrgangsstufen plant, organisiert und überwiegend auch durchführt, kann auf die Unterstützung der Schulfamilie zählen: Lehrkräfte, Mitschüler*innen aus der Q11, Teile des Schulsanitätsteams und die UNESCO-AG & Friends aus der Klasse 10b helfen mit, damit die Aktivitäten mit der Unterstützung externer Partner gelingen können!

Erfahren Sie in den folgenden Kurzbeiträgen mehr zu den verschiedenen Projekttagen, die für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 zu unterschiedlichen Terminen stattfinden.

Projekttag „Integration und Migration“ für die 9+-Klassen

Mit dem Fokus auf die gesellschaftliche Transformation eröffneten unsere 9+-Klassen die Reihe der UNESCO-Projekttage. Ein Tag voller Begegnungen war das für den MittelstufePlus-Jahrgang, denn der Verein CampusAsyl e.V. bot den beiden Klassen einen interessanten dreistündigen Workshop rund um die Themen „Integration und Migration“. Außerdem besuchten uns Schülerinnen und Schüler des beruflichen Schulzentrums Schwandorf zusammen mit ihren Lehrkräften und Betreuern. 

Die jungen Menschen mit Fluchterfahrung machen gerade in nur 3 Jahren ihren Mittelschulabschluss. Eine anfängliche Zurückhaltung fiel sowohl bei unseren Gästen als auch bei den Nittenauer Schülerinnen und Schülern bald ab. So kamen alle bei einem interkulturellen Frühstück rasch in Kontakt, bearbeiteten vorbereite Interviewbögen und verstanden sich auch bei Sport und Spiel so gut, dass zum Teil Nummern getauscht wurden und man schon über ein nächstes Treffen nachdenkt!

Projekttag „Privilegien und Alltagsrassismus“ für die 10. Jahrgangsstufe

In das Leben von jemandem eintauchen, sich vorstellen und artikulieren, wie man sich fühlt, wenn … Ja, wenn man „anders“ aussieht, glaubt oder liebt als die „anderen“, wenn man am „Rand steht“, nicht „dazu gehört“, in den Augen mancher weniger „Wert“ ist. Zurückkehren ins reale Leben, eigene Denkmuster reflektieren und sich bewusst werden, dass man doch eigentlich oft „privilegiert“ im Vergleich zu den „anderen“ ist. Erkennen, wie das kommt, woran das liegt und sich bewusst werden, dass das doch richtig falsch ist.

Unbequem kann das sein, aber unverzichtbar ist es sicher! Die Referent*innen von CampusAsyl e.V. haben mit ihrem jeweils 2-stündigen Workshop für unsere 10. Klassen viel erreicht.

Ist Rassismus weit weg, nur in den USA? Gibt es strukturellen Rassismus und Alltagsrassismus auch in Deutschland, auch in Nittenau? Was kannst DU dagegen machen? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler angeleitet durch die P-Seminarschülerinnen bei der Erstellung von Padlets, dem gemeinsamen Schauen von Videobeiträgen mit einem Erfahrungsbericht und einem Poetry-Slam-Beitrag und dem Durchführen einer Debatte auf den Grund.

Projekttag „Eine grünere und buntere Schule“ für die 6. Jahrgangsstufe

Jeden Wochentag verbringt man einen nicht allzu kleinen Teil seiner Zeit an einem Ort, der sich Schule nennt. „Eigentlich könnte es dort schöner aussehen…. Ja, grüner und bunter sollte es sein!“, das haben sich bestimmt schon einige Schülerinnen und Schüler gedacht. Da überraschte es auch nicht, dass in der Umfrage, die das P-Seminar durchgeführt hat, der Wunsch nach mehr Gestaltung in der Schule formuliert wurde.

Bestens beraten und unterstützt von den Fachschaften Biologie und Kunst wurde der „grüne und bunte“ Projekttag in zwei Etappen für die 6. Jahrgangsstufe umgesetzt: Zuerst weckten die Klassen 6c und 6d die Pflanztröge in der Galerie der Aula aus ihrem Dornröschenschlaf und belebten sie mit Grünpflanzen und phantasievoll gestalteten Kieselsteinen. Für Wissbegierige fertigten einige Schüler*innen auch noch Pflanzensteckbriefe an.  Dann entstand mit den Klassen 6a und 6b unter dem Grün an den Pflanztrögen noch ein wunderbarer Ozean, in dem sich jetzt allerlei Lebewesen und Meerespflanzen tummeln. Schön!

In kurzen Vorträgen erfuhren die Schülerinnen und Schüler zusätzlich Wissenswertes zur Bedeutung der Pflanzen für die Erde und lernten, wie man die Ozeane besser schützen kann.

Projekttag „Upcycling von PET-Flaschen zur Bewässerung“ für die 8. Jahrgangsstufe

Pflanzen brauchen Wasser. Das ist kein Geheimnis! Auch unsere neuen Schulpflanzen, die die 6. Jahrgangsstufe in die Betontröge im ersten Stock eingesetzt hat, sind durstig und das nicht nur in der Schulzeit sondern auch während der Ferien, wenn alle ausgeflogen sind und unsere Pflanzen sozusagen „sturmfrei“ haben. Damit diese ein paar Tage gut überstehen, beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe mit dem Upcycling von PET-Flaschen zur Bewässerung. Passend zum Ozean, der die Pflanztröge ziert, wurden die PET-Flaschen in Aquamarintönen gestaltet und liefern künftig den Pflanzen in den kürzeren Ferien das benötigte Wasser.

Dass Wasserknappheit auch in Deutschland immer mehr zum Problem wird, konnte bei der Einführung und Anleitung, die die 8. Klässler durch die Schülergruppe „UNESCO-AG & Friends“ erhielten, leider nicht unter den Tisch fallen.

Projekttag 5. Jahrgangsstufe

Jede*r macht ihn, die eine mehr, der andere weniger.

Müll.

Mit ihm beschäftigen wollen sich aber die wenigsten.

Nicht so unsere Jüngsten! Einen ganzen Vormittag lang beschäftigten sie sich zusammen mit den P-Seminarschülerinnen mit Fragen wie: Weshalb wird der Müll zum Problem? Wie trenne ich Müll richtig? Was lässt sich gut recyceln? Welcher Müll liegt eigentlich bei uns am Schulgelände? Und wäre es nicht vielleicht am schlausten, Müll von vorneherein zu vermeiden?

Eine bunte Mischung aus Theorie und Praxis erwartete die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen und am Ende durfte jeder einen Baumwollrucksack mit Textilfarben gestalten, der dann künftig Verpackungen oder Tüten überflüssig macht. Denn in einer Sache waren sich alle einig: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht!

Projekttag „Mental Health“ für die 9. Jahrgangsstufe

Wie wichtig Gesundheit ist, bemerkt man in der Regel erst, wenn sie fehlt. Das dachte sich das Organisationteam des P-Seminars und machte für die 9. Klassen die mentale Gesundheit zum Thema. Die Jugendlichen erhielten angeleitet von Schülerinnen der Q11 Einblicke in das Thema Motivation, fertigten persönliche Motivationsboards an und lernten, dass man Stress und Ärger auch mithilfe von körperlicher Aktivität wie zum Beispiel Yoga oder Entspannungsübungen abbauen kann. Zu einem weiteren präventiven Thema, nämlich der Entwicklung von Resilienz, bekam das P-Seminar bei der Gestaltung dieses Projekttages Unterstützung von Christian Gabler. Den ganzen Vormittag war er bei uns vor Ort und führte ehrenamtlich in den drei neunten Klassen je einen 90-minütigen Workshop durch.

Motiviert - gestärkt - widerstandsfähig. So könnte es bleiben!

Projekttag „Interkultureller Tag“ für die 7. Jahrgangsstufe

In der vorletzten Schulwoche fand nun der Projekttag in der 7. Jahrgangsstufe statt. Als UNESCO-Projektschule und als Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ ist es nicht überraschend, dass das interkulturelle Lernen auch beim Thema „Transformation“ nicht zu kurz kommen darf.

Die Jugendlichen konnten bei interessanten Vorträgen von Schüler*innen und Lehrer*innen unserer Schule kurz in andere Kulturen eintauchen, mit Quiz-Spielen ein wenig in fremde Sprachen hineinschnuppern, ihr Wissen bei einem Flaggen-Quiz unter Beweis stellen und erfahren, dass geläufige Stereotype gar nicht zutreffen. Zu einer noch bunteren, vielfältigeren Gemeinschaft soll die Gesellschaft werden, ohne Schubladendenken und geistige Barrieren. Mindestens so bunt wie unser „Glücksdrache“, dessen Schuppen am Projekttag von der Unterstufenschüler*innen gestaltet wurden und der nun unsere Aula schmückt! Den Abschluss des Projekttages bildete ein interkulturelles Buffet, bei dem geschlemmt werden durfte.

Eindrücke des W-Seminars „Voices of Africa“

Das W-Seminar „Voices of Africa“ unter der Leitung von Frau Schuhbauer besucht für einige Tage das Land Uganda in Begleitung von Herrn Eller. Frau Vielberth-Baer als erfahrener, engagierter Hase unterstütze ebenfalls und gab immer wieder wertvolle Tipps. Gerade hier wird das Thema „Transformation“ besonders deutlich.